Neueste Artikel

Zeit für eine Abkühlung: Souldrinkswoche #1 karibischer Eistee mit Ananas

soulbottles and teatales eistee selbstgemacht healthy soulfood

itssunny2
teatales magic tea maker

Hallo Ihr Lieben,

Der Sommer ist da und deshalb möchte ich heute mit euch in eine neue Beitragsreihe starten. Sobald die Temperaturen jenseits der 25° steigen ist viel Trinken noch wichtiger denn je. Optimal für die Flüssigkeitsaufnahme sind klares Wasser und ungesüßte Tees. Doch gerade im Sommer oder auf einer gemeinsamen Grillparty unter Freunden möchten wir uns doch auch gerne mal ein anderes Erfrischungsgetränk gönnen. In Limonaden und Soft Drinks stecken jedoch Unmengen an Zucker und Kalorien die uns unsere Gesundheit und mit Sicherheit auch unsere Bikinifigur nicht danken wird. Deshalb möchte ich euch in den kommenden Wochen zeigen, wie ihr mit ganz einfachen Rezepten Getränke aufpeppen könnt und damit hydratisiert durch den hoffentlich warmen Sommer kommt. Wie immer geht es darum eine gesunde Balance zwischen Gesundheit und Genuss zu finden.
Die DGE empfiehlt einem gesunden Menschen mindestens 1,5 Liter Wasser zu trinken. Diese Menge solltet ihr bei erhöhtem Flüssigkeitsverlust (z.B durch Schwitzen bei Sport oder Hitze) auf bis zu 3 Liter am Tag erhöhen. Klar, dass wir da nicht immer Lust haben nur Wasser zu trinken. Und das ist auch völlig Ok. Es spricht nichts dagegen sich mal einen Cocktail unter Freunden oder einen leckeren Eistee zu gönnen. Wichtig ist, dass ihr solche Getränke eben nicht wie Wasser Literweise in euch hineinschüttet. Eine 80/20 Regel ist im Sommer für mich immer am Besten einzuhalten. 80% der Woche Wasser und ungesüßte Tees. 20% dürfen dann bei mir auch mal aus anderen leckeren Getränken wie selbstgemachter Limonade, Cocktails oder mal einem kühlen Bier bestehen. Its all about the Balance 🙂 Also freut euch auf den Sommer und genießt die lauen Somerabende mit Freunden und Familie!
Sonnige Grüße von meiner kleinen Berliner Gartenterrasse, eure Lisa

selbstgemachte eiste Rezept

Zutaten

  • 4 Tl fruchtigen Tee z.B  „Caribbean Dreams“ von Tea Tales
  • der Saft 1 Bio Zitrone oder 1 Limette
  • 1 EL Apfeldicksaft (alternativ z.B Agavendicksaft)
  • etwa 5- 10 Eiswürfel (dein Gefäß sollte etwa mit 0,5 L Eiswürfel befüllt sein)
  • ein paar Stücke Ananas
  • eine Stange Zitronengras als Dekoration

Zubereitung

  1. Etwa 4 Tl Tee in eine herkömmliche Teekanne geben und mit etwa 0,5 L Wasser befüllen. Oder optimal für die Herstellung von Teekonzentrat den Magic Tea Maker von Tea Tales verwenden und mit kochend heißen Wasser füllen, bis ca. 1 Daumen breit über die TeaTales Schrift.
  2. 5-7 min ziehen lassen. So entsteht eine Art Tee Konzentrat, den benötigt ihr zur Herstellung von Eistee.
  3. In der Zwischenzeit eine Karaffe oder eine dichte Glas Flasche mit Eiswürfeln befüllen.
  4. Das Teekonzentrat nun so heiß wie es ist über die Eiswürfel geben. Zitrone, Apfeldicksaft, Ananas und Zitronengras zum Tee dazugeben und kurz verrühren und abschmecken.
  5. Den leckeren Eistee entweder kühl stellen oder direkt genießen und sich in die Südsee träumen.

 


Diese Beitragsreihe ist in Kooperation mit „Soulbottles“ entstanden. Die Praktischen und superschönen Trinkflaschen, die ganz ohne Plastik auskommen. Aus rund 24 Designs junger Künstler sowie verschiedenfarbigen Deckeln und Gummiringen könnt ihr euch im Onlineshop eure ganz persönliche Soulbottle zusammenstellen und damit noch dazu einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Die Glasflaschen sind nicht nur total schön und sparen jede Menge Plastikmüll, sondern auch CO2-neutral. Sie werden aus natürlichen Rohstoffen und ausschließlich in Europa produziert. Ein Euro pro verkaufter Flasche wird an die Hamburger Organisation Viva con Agua gespendet, die gemeinsam mit der Welthungerhilfe Trinkwasserprojekte in über 16 Ländern realisiert. Ziel ist es dabei, mehr Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser zu geben. Ich freue mich, dass ich Teil eines so tollen Projektes sein durfte!

rezept eistee

Flattr this!

eis mit BIrkenzucker_Lavendeleis_ohne Zucker_healthy_soulfood_low carb

Heidelbeereis mit Lavendel und die ersten Krankenhausbesuche

eis selber herstellen_heidelbeereis_healthy_soulfood_blaues eis
Hallo ihr Lieben,

das Wetter der letzten Tage war zwar nicht so rosig, die Aussichten sind es aber allemal. Am Wochenende soll das Thermometer auf echte Sommertemperaturen steigen und langsam wird es Zeit dass ich mir ein Kinderplanschbecken besorge, um meinen grazilen Körper in Wasser einzulegen und auf die Geburt zu warten. Ja, denn langsam rückt die Geburt immer näher und da ich in den letzten 2 Monaten irgendwie den Nestbau vernachlässigt habe, fallen mir immer mehr Dinge ein, die noch erledigt, gekauft und entschieden werden müssen. Bis zum offiziellen Geburtstermin sind es heute noch genau 9 Wochen. Meinem Bauchgefühl nach wird die kleine aber noch ein Julikind. Ab jetzt wird es auch Zeit sich im Krankenhaus seiner Wahl zur Geburt anzumelden. Und da kommen wir auch schon zu dem Thema, das mich gerade irgendwie irre macht. Für diejenigen die aus eher kleinstädtischen Regionen kommen und deren Wahl zwischen Hausgeburt und einem Krankenhaus in den nächsten 30km liegt, sollte die Entscheidung wahrscheinlich einfacher gewesen sein. Wir Berliner haben hier aber die Qual der Wahl. Das nennt man dann wohl Meckern auf hohem Niveau, wenn ich euch sage, dass mich die Krankenhaussuche mittlerweile total nervt. Zu Beginn der Schwangerschaft stand die Entscheidung für ein Krankenhaus fest. Das Helios Klinikum Buch sollte es werden. Relativ trocken und pragmatisch wollte ich zum damaligen Zeitpunkt die Entscheidung und damit die Gedanken an die Geburt schnell hinter mich bringen. Ich hatte positives Feedback von entferntem Hören- Sagen, ich hörte es sei ein gutes Krankenhaus mit sehr guter neonanaler Versorgung, die Eirichtung sei modern und die Entfernung von mir zuhause ist durchaus erträglich. Soweit so gut. Doch je weiter die Schwangerschaft voranschreitet, desto mehr Kontakt hat man irgendwie zu anderen Müttern und Schwangeren, die ihre positiven und negativen Erfahrungen preisgeben. Sie sagen einem worauf man zu achten hat und geben einem immer mehr Anhaltspunkte seine Entscheidung nochmal zu überdenken und einer der Informationsabende der Krankenhäuser wahrzunehmen. So tat ich das also auch.
Auf Anraten meiner Hebamme besuchte ich den Informationsabend des Maria Heimsuchung Krankenhaus in Pankow. Einen Katzensprung von mir entfernt hat diese relativ kleine Klinik einen riesigen Vorteil. Ich selbst, die nicht so gute Erfahrungen mit dem Krankenhaus gemacht hatte, ließ mich aber überzeugen der Geburtsstation aufgrund ihres guten Rufes eine Chance zu geben. Ich quetschte mich also mit 50! anderen werdenden Eltern in einen kleinen Saal und hörte gespannt zu was mir die erfahrene und etwas gesetzte Hebamme mit unglaublich ruhiger Stimme zu erzählen versuchte. Die anderen Paare schienen nicht sehr überrascht über die vielen Informationen, die die erfahrene Hebamme über ihre Mikrofon preisgab. Ich hingegen war vollkommen überfordert und bat Daniel die gröbsten Informationen niederzuschreiben. Ich wurde mit Gebärmethoden und Schmerzlinderungsmittel konfrontiert, mit unglaublich vielen Zahlen die für alle Beteiligten anscheinend eine große Rolle spielten und mit Fakten zur Geburt & Nachsorge, mit denen ich mich noch nicht im geringsten auseinandersetzen wollte. Nach einem ersten Informationsschock ging es dann tatsächlich in die Kreißsäle, denn zu unserem Glück war die Station gerade sehr ruhig und wir konnten schon mal sehen was uns erwartet.
4 lila bemalte Kreissäle mit individuellen Gebährstühlen, Badewannen, Gerätschaften und Zubehör in einem kleinen, irgendwie sehr intimem Bereich des Krankenhaus. Ich war sehr überrascht wie privat und angenehm die Atmosphäre in dem Krankenhaus war, wo mir einst der Tropf mit einer anderen Patientin vertauscht worden war. Nach den vielen Informationen wurde mir hier nun etwas die Angst genommen und ich hatte ein wirklich positives Gefühl. Leider vermittelte mir die Wochenstation nicht das selbe wohlige Gefühl und ich konnte mich beim Anblick der 2-4 Bettzimmer wieder gut an meinen letzten Aufenthalt im Krankenhaus erinnern. Alles erinnerte mich irgendwie an einen Ausflug in die DDR Vergangenheit. Mein erster Informationsabend endete also mit gemischten Gefühlen und vielen offenen Fragen.
Einige Wochen sollten ins Land gehen, als ich mich zum 2. Krankenhaus begeben habe, das in meiner engeren Auswahl lag. Ich war nun auch mit Fragen an die Hebammen gewappmet und hatte eine konkrete Vorstellung davon, was mir wichtig war und was nicht. Das Humboldt Krankenhaus war so wie auch das Maria Heimsuchung mit dem Zertifikat der UNICEF ausgestattet und legt viel Wert auf Bonding und eine enge Stillbeziehung zur Mutter von der ersten Minute an. Ich hatte ein gute sehr gutes Gefühl, denn das Krankenhaus war bei weitem modernen und heller als das in Pankow und irgendwie schien alles darauf hinzulaufen, dass ich an diesem Tag mein Krankenhaus finde. Natürlich kam es wie immer anders und am Ende des Tages wollte ich weder das eine noch das andere Krankenhaus. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie viele Unterschiede zwischen den Geburtskliniken bestehen und welche irrsinnigen Für und Wider auf meiner Pro und Contra Liste Platz finden. Heute Abend betrete ich das dritte (und damit vorletzte) Krankenhaus meiner engeren Auswahl und dieses mal bin ich mit einer langen Pro und Contra Liste ausgestattet. Da man eigentlich nur wenige rationale Pros und Contras aufschreiben kann, besteht meine Liste aus argwitzigen Argumenten wie „die Anwendung von Lachgas als Schmerzmittel“ auf der Pro Seite im Maria Heimsuchung Krankenhaus und das besonders schlechte Essen auf der anderen. Natürlich gibt es auch viele sachliche Argumente die in meine Entscheidung mit einfließen, wie zum Beispiel die neonanale Betreuung und die medizinische Ausstattung, die Möglichkeit der Nabelschnurblutspende und, und, und aber wer weiß am Ende schon wie die Geburt ablaufen wird?
In meiner Traumvorstellung komme ich ins Krankenhaus, bekomme innerhalb von 3 Stunden mein Kind ohne PDA und verlasse nach 4 Stunden das Krankenhaus mit meiner hübschen Kleinen im Arm. Aber wie wir wissen, kann es und wird es eher ganz anders ablaufen. Ob nun eine 14 Stunden Geburt mit Dammriss, PDA oder irgendwelchen Komplikationen bei der ersten Untersuchung meiner kleinen Prinzessin oder eben Schwierigkeiten beim ersten Anlegen. Je mehr Gedanken man sich darüber macht, desto schwieriger wird die Entscheidung und desto mehr Angst macht es mir am Ende die Falsche zu treffen. Am Ende des Tages bekomme ich ja schließlich das selbe Ergebnis und unsere Mütter und Großmütter schütteln wahrscheinlich den Kopf, wenn sie sehen worüber wir uns heute für die Geburt alles Gedanken machen. Aber es sind nun mal andere Zeiten und irgendwie ist es doch auch schön, dass heute so viele Möglichkeiten bestehen um die Geburt und die erste Zeit mit dem neuen Ankömmling so leicht und schön wie möglich zu machen…
Aber wie wahnsinnig überzogen ist es es denn, dass man im Westend Klinikum schon mit der Schwangerschaftsbestätigung eine Voranmeldung für seine Geburt machen muss, wenn man dort entbinden möchte? Solche Zustände die ich bisher eigentlich nur von Berliner Kindergärten gehört habe, herrschen übrigens auch bei vielen Kinderärzten, aber für heute sollte das wohl genug der Aufregung sein.. Ich bin gespannt wie der Informationsabend heute für mich ablaufen wird. Und ob ich endlich eine Entscheidung treffen kann…

Die Idee für mein Lavendeleis bekam ich im übrigen auf meiner Reise nach Istanbul, da ich mir dort ein riesiges Paket an getrocknetem Lavendel besorgt habe. Ich finde, dass man mit Lavendel jegliche Süßspeisen und auch Salate verfeinern kann und habe mich daher total gefreut meine Vorrat wieder aufgefüllt zu haben. Die süsse Säure der Heidelbeeren passt perfekt zum lieblich aromatischen Lavendel und wenn sie in nur 3 Wochen richtig Saison haben, heißt es zugreifen! Ich kann es gar nicht oft genug sagen, aber auch die Heidelbeeren stecken voller Anthocyane die freie Radikale unschädlich machen und den Alterungsprozess der Haut verlangsamen. Gepaart mit viel Vitamin C & E und dem sehr niedrigen Zuckergehalt von Heidelbeeren sind das die besten Argumente um diesen Sommer reichlich von der blauen Frucht zu naschen. Da ich das Eis mit Birkenzucker zubereitet habe, halte ich den gesamten Zuckergehalt des Eis ziemlich gering und man kann sich eine Kugel Heidelbeereis auch ohne Reue um die Figur ab und zu mal leisten. Wer Milchprodukte nicht so gut verträgt, kann das Heidelbeereis mit Lavendel auch mit Kokosmilch zubereiten. Passt auch super!

Nun viel Spaß beim Ausprobieren und Sommer Genießen, eure Lisa

eis mit blaubeeren_eis selbstgemacht_healthy_gesund

Zutaten

  • 300-400g Heidelbeeren (je nachdem wie intensiv ihr den Heidelbeer Geschmack möchtet)
  • 1-2 El Limettensaft (optional)
  • 400ml Sahne
  • 6 Eier
  • 200ml Milch
  • 1 Msp Vanille
  • 1-2 TL getrockneten Lavendel
  • etwa 100g Birkenzucker

Zubereitung

  1. Sahne, Milch, Lavendelblüten und Vanille in einen hohen Milchtopf geben und kurz erwärmen.
  2. Den Topf vom Herd nehmen und das Milch-Sahne Gemisch abgedeckt 30 Minuten ziehen lassen.
  3. In der Zwischenzeit das Spülbecken oder eine Große Schüssel mit reichlich kaltem Wasser und Eiswürfeln befüllen.
  4.  Nun das Eigelb und den Zucker mit einem Rührgerät zu einer dicken und blassen Masse aufschlagen.
  5. Wenn die 30 Minuten rum sind, den Topf nochmal kurz auf den Herd stellen und kurz erhitzen. (nicht kochen!). Die Milch durch einen Sieb in eine Schüssel gießen um den größten Teil der Lavendelblüten aufzufangen. Anschließend die warme Milch langsam bei eingeschaltetem Rührgerät in die Eimasse gießen.
  6. Nun die gesamte Masse zurück in einen Topf geben und bei niedriger Hitze andicken lassen ( ca. 2 Minuten)
  7. Den Topf in das Eisbecken stellen und die Masse darin vollständig abkühlen lassen. (passt auf, dass er nicht umkippt, das ist mir beim ersten mal passiert)
  8. In der Zwischenzeit könnt ihr die Heidelbeeren (optional mit etwas Limettensaft) pürieren und in den Kühlschrank stellen. Wenn ein paar Heidelbeeren nicht vollständig zerkleinert sind, ist das nicht schlimm.
  9. Wenn die Eier-Sahne Mischung abgekühlt ist, gebt ihr die Heidelbeeren und etwa ¾ der Masse in eine Schüssel und vermengt beides vorsichtig mit einander. Abschmecken. Wenn es euch noch zu viel Heidelbeere ist könnt ihr die restliche Ei Sahne Mischung hinzugeben. Ansonsten den Anweisungen eurer Eismaschine folgen und die Eislöffel parat halten.
  10. Das Eis ist luftdicht verschlossen im Gefrierfach etwa 1-2 Wochen haltbar. (es wird nicht schlecht verliert aber ohne Stabilisatoren seine Cremigkeit)

Lavendeleis_eis selbst machen_heidelbeereis_healthy_soulfood

 

Flattr this!

grüner spargel rezept

Grüne Spargelerbsensuppe und ein kleines Schwangerschaftsupdate SSW 30

grüner spargel rezept



Hallo ihr Lieben,

kaum zu glauben, wie wieder die Zeit vergeht. Ich bin jetzt schon in der 30. Schwangerschaftswoche und damit mitten im letzen Trimester. Meinen Bauch kann ich natürlich jetzt nicht mehr verstecken und so langsam kehren auch die Beschwerden der ersten Schwangerschaftswochen zurück. Deswegen haben wir jetzt auch beschlossen die allerletzte Gelegenheit zu nutzen, um noch mal kurz in den Urlaub zu fahren. Wir haben ziemlich lange überlegt, ob wir überhaupt noch verreisen, weil man uns von allen Seiten davon abgeraten hatte. Die Wärme, das viele Laufen, der Lärm und das Fliegen, das fremde Land und das alles am Ende der Schwangerschaft. Aber da die Fluggesellschaften bis zur 35. Schwangerschaftswoche ihr ok zum Fliegen geben und es mir nach wie vor super gut geht, glaube ich nicht, dass ich ein Mädchen mit deutsch-türkischer Staatsbürgerschaft mit nachhause bringen werde. 🙂
Ausgestattet mit Mutterpass, Kompressionsstrümpfen (oh yeah baby, sowas tolles gehört auch dazu), bequemen Turnschuhen, meinen neuen Umstandskleidern von Asos (für mich der einzige Onlineshop wo man halbwegs preiswerte und trotzdem super moderne und junge Umstandskleidung kaufen kann) und einer Airbnb Wohnung die nur 5 Minuten von einer großen deutschen Klinik entfernt liegt, kann bei unserer kleinen Reise nicht mehr schief gehen. Und ich habe das Gefühl die Kleine freut sich auch. In den letzten 2 Wochen ist sie so aktiv wie nie zuvor gewesen. Zurzeit liegt sie leider nicht mehr in Pole Position und tritt mir daher regelmäßig in Blase und Unterleib. Aber vielleicht wartet sie ja die Reise ab, um sich danach in Geburtsposition und bereit für die aufregende Welt zu machen.

Langsam freut sich auch der Papa

In den letzten Wochen haben wir so viele wichtige Vorbereitungen getroffen, dass auch Daniel langsam realisiert, dass sich unser Leben bald verändern wird. Es ist so schön zu hören, dass er sich schon so riesig freut die Kleine auf seine Brust zu legen und wie er sich vorstellt wenn sie nächstes Jahr schon mit uns am Tisch isst und alles vollkleckert. Es ist kaum zu glauben, was für ein gerade mal 1,2 kg schweres Kind mit gerade 38cm Größe schon so alles erledigt und bezahlt werden muss. Nach dem ich in der 10. Schwangerschaftswoche bereits spät dran mit der Hebammensuche war, mussten wir bereits vor einigen Wochen ein Kindergarten suchen, uns um einen Kinderarzt kümmern, Versicherungen, Sorgerecht und Elternzeitentscheidungen treffen. Wir haben uns eigentlich gefreut, dass wir unter die neue Elternzeitreglung ab Juli 2015 fallen, aber das schöne ist, dass es bisher weder Anträge, noch Mitarbeiter gibt, die einen dazu beraten können. Es ist ja nicht so, als hätte das Jugendamt Pankow die längsten Bearbeitungszeiten in Deutschland. Tja und mit all diesen Vorbereitungen und Shoppingtouren auf Kinderflohmärkten und Babygeschäften gingen die letzten Wochen vorbei wie im Fluge. Da habe ich gar nicht mitbekommen wie nah der Sommer rückt.

Spargel rezept

Der Sommer naht

Endlich stehen die kleinen Erdbeerhäusschen und Spargelbauern an der Straßenecke und verkaufen das Obst und Gemüse meiner Lieblingssaison. Ich glaube ich habe allein in den letzten paar Wochen mehrere Kilo Spargel und Rhabarber verputzt. Weißen Spargel esse ich meist ganz klassisch mit leckerem Kalbsschnitzel und selbstgemachte Sauce Hollandaise. Bei grünem Spargel kann man schon sehr viel mehr experimentieren. Angebraten und abgelöscht mit etwas Balsamicoessig, als frischen Salat mit Schinken oder eben als leckere Vorspeisensuppe bietet grüner Spargel Experimentierfreudigen wie mir allerhand Möglichkeiten sich auszutoben. Falls ihr noch mal schauen wollt, worauf ihr euch die nächsten, bunten Gemüsewochen so freuen könnt, schaut doch hier noch mal auf dem Saisonkalender vorbei. Genießt den Frühling und das verlängerte Pfingstwochenende.

Eure Lisa

Zutaten

für die Grüne Spargelerbsensuppe

  • 2 EL Ghee/Kokosöl
  • 1 Zwiebel
  • 4 Knoblauchzehen
  • 500g grüner Spargel
  • 3 Tassen gefrorene grüne Erbsen
  • 4 Tassen Gemüsebrühe
  • 2 El gehackter Dill
  • 2 El gehackte Minze
  • Saft von 2 Limetten
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack
  • optional 1 Avocado, gekochte rote Beete und ein paar grüne Spargelspitzen als Einlage.

Zubereitung

  1. Zwiebel und Knoblauch schälen. Zwiebel klein hacken und den Knoblauch durch die Presse geben.
  2. Den Spargel in grobe Stücken schneiden.
  3. In einem Topf Ghee oder Kokosöl erwärmen und darin Zwiebel und Knoblauch anschwitzen.
  4. Spargel und Erbsen dazugeben und mit der Gemüsebrühe ablöschen und etwa 10 Minuten köcheln lassen.
  5. Die Kräuter dazu geben, alles pürieren und mit Limettensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Optional mit Avocado und angebratenen grünen Spargelspitzen dekorieren und genießen.

Flattr this!

Süßkartoffel Saft mit Ingwer

Reboot Morning Juice: fruchtiger Süßkartoffel Ingwer Saft

Süßkartoffel Saft mit Ingwer

Hallo ihr Lieben,

Nach langem, wirklich sehr langem Warten ist mein KitchenAid Juice Attachment endlich eingetroffen! Media Markt führt ja nun seit ein paar Jahren endlich auch Kirchenaid in seinem Sortiment. Leider sind die Lieferzeiten immer sehr lang. Schon für meine Küchenmaschine musste ich Monate warten. Aber umso größer war die Vorfreude und nun, da sie endlich in meinem Besitz ist, probiere ich jeden Morgen einen neuen Saft aus. Ich wollte schon lange einen Entsafter haben, aber ich kann es nicht leiden, wenn in meiner Küche 100 verschiedene Geräte stehen. Man holt sie ja dann doch nicht aus dem Küchenschrank. Ich weiss nicht, ob ihr das auch kennt, aber ich habe bei meinem letzen Umzug diverse Sandwichmaker, Waffeleisen, MiniDonut Maker und was es da nicht alles manchmal im Angebot gibt, aus meiner Küche verbannt. Die benutzt man eh nur 2 Mal im Jahr. Deswegen habe ich mich gefreut, als KitchenAid endlich ein neues Attachment für die Küchenmaschine rausgebracht hat. Mittlerweile sammelt sich ein gutes Sortiment an Zubehörteilen in meinem Schrank. Aber jedes einzelne Teil wird wirklich oft benutzt und hat seinen verdienten Platz dort drin.

Einen Entsafter wollte ich auch unbedingt haben, weil ich die tollen Säfte von Juice Fresh, die leider viel zu teuer sind, auch endlich selbst machen wollte. Vor allem aber weil ich gerne meiner kleinen MiniMe, wenn sie dann endlich da ist, frischen Möhrchensaft pressen möchte und allerhand bunte Säfte mit ihr ausprobieren möchte, wenn sie etwas größer ist. Da kann sie dann selbst mit buntem Obst und Gemüse herum experimentieren was ihr gut schmeckt. Meine Mutti erzählt mir immer, ich war als Baby  so braun, weil sie mir stets Möhren handgepresst hat. Das muss ja damals eine Schweinearbeit gewesen sein. Ob es nun wirklich daran lag, dass ich so braun war, weiss ich nicht, aber schaden kann es ja nicht. 🙂

Bei meinen ersten Gehversuchen mit dem Entsafter entstand auch dieses schön orangene Gebräu. Die Süßkartoffeln machen den Drink nicht nur schön sämig und geben ihm den schönen Teint. In Süßkartoffeln sind außerdem viele Nähr- und Vitalstoffe enthalten. Ihre rosarote bis gelborange Färbung verdankt die Süßkartoffel bestimmten sekundären Pflanzenstoffen wie etwa den Carotinoiden und Anthocyanen. Anthocyane sind hochwirksame Antioxidantien, die freie Radikale unschädlich machen und somit über eine hohe antientzündliche und antioxidative Wirkung verfügen. Und auch die  enthaltenen Carotinoide gehören in die Gruppe der Antioxidantien und können Krebs, Arteriosklerose, Rheuma Alzheimer etc. vorbeugen helfen. Süßkartoffeln sind außerdem eine gute Quelle für Mineralstoffe und Vitamine. Folsäure, Kupfer, Mangan und Eisen sind reichlich in der rosa Knolle enthalten. Dazu super viel Vitamin C, B2, B6 und E sowie Biotin (Vitamin H)

Ich brauche nach wie vor gefühlt das dreifache an Vitaminen und Nährstoffen, um mich vor Müdigkeit und Erkältung zu schützen, denn die Kleine saugt anscheinend alles auf und deswegen gibt es diesen oder andere leckere Säfte jetzt jeden Morgen zum Frühstück. Neben Apfel und Ananas habe ich noch ein Daumengroßes Stück Ingwer mit in den Entsafter geworfen. Anders als sonst, wenn man die Knolle in asiatischen Gerichten verwendet, kommt man so wirklich in den vollen Genuss der Wurzel. Ingwer soll gegen Entzündungen und Muskelschmerzen helfen. Wenn ich erkältet bin, trinke ich immer Ingwertee mit heißer Zitrone und Honig. Wer allerdings die Schärfe des Ingwers nicht so mag, sollte erstmal mit sehr kleinen Mengen Ingwer entsaften. Es ist zwar kaum zu glauben, aber so ein kleine Stück Ingwer bringt einen super intensiven Geschmack in einen halben Liter Saft. Schälen braucht ihr den Ingwer aber nicht, das macht der Entsafter von ganz alleine. Also Happy Juicing euch allen!


Kitchenaid entsafter

Kitchenaid rot

Entsafter kitchenaid

Rezepte Entsafter

Zutaten

  • 1- 2 Süßkartoffeln
  • 2 Möhren
  • 1-2 Äpfel
  • maximal ¼ Ananas
  • 1 Daumennagelgroßes Stück Ingwer oder etwas weniger

Zubereitung

  1. Süßkartoffel schälen. Alles Obst und Gemüse grob teilen und die Kerne aus dem Apfelgehäuse entfernen.
  2. Nun die Zutaten abwechselnd in den Entsafter geben und den Saft anschließend einmal durchrühren.
  3. Gleich genießen oder in eine kleine Flasche für unterwegs füllen.

Süßkartoffel entsaften

 

 

Flattr this!

Hemsley Hemsley Kochbuch rezension Healthy_soulfood

Endlich in meinem Bücherregal: Hemsley Hemsley Natürlich Gut Essen

Hemsley Hemsley Kochbuch rezension Healthy_soulfood
Hallo Ihr Lieben,

als meine allererste Buchrezension möchte ich euch das Buch vorstellen, das ich schon nach nur wenigen Tagen als mein absolutes Lieblingskochbuch bezeichnen würde. Das neue Buch von Hemsley und Hemsley: Natürlich gut essen
ist vor wenigen Wochen auch in der deutschen Version erschienen. Die Hemsley Schwestern Melissa und Jasmine  haben ein wunderschönes Kochbuch entwickelt, das es einem leicht macht jeden Tag gesund und lecker zu leben.

Das Kochbuch orientiert sich dabei an keiner konkreten Ernährungsrichtung. Die beiden Food Experten haben stattdessen ihre eigene bodenständige und gesunde Küche entwickelt. Im Vordergrund stehen dabei immer gute Produkte, die Kombination aus gesunden Nährstoffen und der Liebe zum natürlichen und guten Essen. Ihr Food Konzept steht für kulinarische Wellness und sorgt mit naturbelassenen, nicht industriell verarbeiteten Lebensmitteln für die richtige Balance. Alle Rezepte sind ohne Gluten, raffinierten Zucker und künstliche Zusätze. Dabei animieren sie den Leser dazu ein paar neue Gewohnheiten zu übernehmen und daran positiven Veränderungen zu spüren ohne dabei zu streng zu sich selbst zu sein. Neben leckeren Fisch-, Fleisch- und Gemüsegerichten bekommt ihr Menüvorschläge und Anleitungen zum Herstellen ganz einfacher Grundrezepte wie z.B das Herstellen von selbstgemachten Kokosjoghurt oder gesunder Knochenbrühe. Die beiden geben ausserdem tolle Tipps für den Alltag, den Einkauf und die Vorbereitung der Rezepte.

Ich persönlich lege bei der Auswahl meiner Kochbücher auch Wert auf die Fotos und Haptik des Buches. Das mag nicht das wichtigste Kriterium für ein Kochbuch zu sein, aber das Auge isst ja bekanntlich mit und so beziehe ich das in meine Wertung mit ein. Das Kochbuch ist wunderschön klar, mit viel Weißraum und ohne schnörklige Überschriften gestaltet. Jedes Rezept kommt mit tollen farbigen Fotos bei denen einem das Wasser im Mund zusammenläuft und einem individuellen Text, der Dir als Leser näher bringt welchen Beitrag die Nährstoffe in dem jeweiligen Rezept zu deiner Gesundheit leisten können. Die Rezepte sind wunderbar übersichtlich geschrieben und die Zutatenliste ist ähnlich wie in meinen Rezepten in die einzelnen Komponenten der Mahlzeit aufgeteilt. Was aber natürlich am allerwichtigsten ist, sind die Rezepte an sich.

Alle 150 Rezepte sind Neuinterpretationen von Klassikern und kombinieren einfache Zutaten miteinander die leicht zu beschaffen sind und dennoch neue Geschmackserlebnisse bieten. Keiner der Rezepte habe ich schon vielfach in dieser oder ähnlicher Form in anderen Kochbüchern gefunden. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Cheesecake aus Avocados, einem saftigen Brownie mit schwarzen Bohnen oder einem gesunden Brot aus Süßkartoffeln und Buchweizen? Man muss gar nicht die aller exotischsten Zutaten in seinem Vorratsschrank haben, um die tollen Rezepte der Hemsley Schwestern auszuprobieren. Und für exotische Zutaten wie z.B Pfeilwurzelmehl gibt es sogar Vorschläge für mögliche Alternativen. All ihre Rezepte lassen viel Freiraum für neue Interpretationen und dienen somit vor allem meiner Inspiration. Ich kann mich nur schwer an Rezepte und Backvorgaben halten, besonders wenn sie sehr kompliziert und langwierig sind. Bisher haben aber alle Rezepte die ich nachgekocht habe, hervorragend funktioniert und unglaublich gut geschmeckt. 🙂 Wenn also im Einband von Geschmackserlebnissen gesprochen wird, haben die Autoren absolut nicht zu viel versprochen! Besonders empfehlen kann ich euch den Amaranthauflauf, das grüne Avocado Tahine Dressing und das super würzige Süßkartoffel Buchweizenbrot. Das einzige was mir gefehlt hat, war ein kleines Lesezeichenbändchen am Buch. Das mag ich persönlich ganz gern und würde einer noch besseren Handhabung dienen. Hier also meine zusammenfassende Bewertung und meine absolute Empfehlung 🙂


Hemsley und Hemsley: Natürlich Gut Essen

24,95 €


Vielfalt und Originalität der Rezepte: 5/5
Design & Fotos: 5/5
Flexibilität der Rezepte: 4/5
Handhabung & Übersichtlichkeit: 5/5
Preis/ Leistung: 5/5
Anleitung & einfache Zubereitung: 4/5
Zusätzliche Tipps & Informationen: 5/5  Menüvorschläge im Anhang, Tipps für Alltag, Einkauf uns Vorbereitung für Partys oder das Mittagessen im Büro. Tolle Anleitungen der Grundrezepte und verständliche sowie motivierende Anregungen für ein gesünderes Leben ohne strenge Restriktionen.

Flattr this!

Fett gesund_ welches ÖL zum Braten

Öle und Fette Teil 2: Welches ist das Richtige?

Fett gesund_ welches ÖL zum Braten

Nachdem ich euch in meinem ersten Teil von „Öle und Fette“ erklärt habe, wie wichtig Fette für unseren Körper sind und welche Kriterien entscheidend sind bei der Wahl eures Öls, möchte ich heute mit euch in die Praxis über gehen. Ihr findet hier eine kleine Übersicht mit den Eigenschaften verschiedener Öle und Fette, sodass ihr selbst anhand der Informationen aus dem letzten Beitrag entscheiden könnt, was für euch selbst am Besten ist. Auch findet ihr natürlich meine persönlichen Tipps und Kaufempfehlungen. Für die Übersicht habe ich mich auf die im Supermarkt gängigen Öle und Fette beschränkt und diese mit den aus meiner Sicht zu empfehlenden, wenn auch weniger häufig verkauften Öle ergänzt. Falls ihr euch für die Zusammensetzung und Verwendung anderer Öle interessiert, hinterlasst mir einfach ein Kommentar mit euren Fragen 🙂

Öle und Fette in der täglichen Anwendung: Ich persönlich verwende hochwertiges natives Olivenöl gerne in Salaten und Dips aufgrund der guten Fettzusammensetzung und des tollen Geschmacks. Zum Backen und Braten bei mittlerer Hitze verwende ich natives Kokosöl und Butter von weidegefütterten Kühen. (z.B Kerrygold) Zum Braten im Wok und bei hohen Temperaturen benutze ich gerne Ghee (geklärte Butter). Für den besonderen Geschmack mit hochwertige Fettsäuren benutze ich Kürbiskernöl, Avocadoöl oder Leinöl zum Verfeinern von Salaten und Dips. Hier kaufe ich nur kleine Mengen und achte auf eine kühle und dunkle Lagerung, da vor allem Lein- und Kürbiskernöl schnell ranzig als auch gesundheitsschädigend werden können.

Öle und Fette die ich vermeide: Sonnenblumenöl, Rapsöl, Margarine und jegliche Mischsorten verarbeiteter Fette wie Smanta, Becel und Co.

Olivenöl

Zusammensetzung: – Hochwertige Olivenöle (möglichst geringer Säuregehalt <0,8%/ nativ extra) weisen einen hohen Anteil an einfach ungesättigter Fettsäuren (ca. 73%), Polyphenole und Antioxidantien auf.
– das Verhältnis von Omega 6 zu 3 ist etwa 8:1, also ziemlich gut
– Weniger hochwertige und preiswertere Olivenöle sind meist eine Mischung aus raffiniertem  und unbehandeltem Olivenöl. Diese weisen eine andere, minderwertige Fettsäurenzusammensetzung auf (Solche Öle dürfen die Bezeichnung nativ/ extra nativ NICHT tragen)
Rauchpunkt: Je nach Verarbeitung zw. 130°- 160°- raffinierte Mischöle höher.
Verwendung: kalt- besonders für mediterrane Salate und Dips, mäßiges Braten und Dünsten
Geschmack: Olivenöle können geschmacklich eine ganze Bandbreite fruchtiger Aromen von Apfel über Mandel bis hin zu Zitrusfrüchten aufweisen oder an pflanzliche Aromen wie Gras oder Tomaten erinnern. Minderwertige Öle schmecken eher bitter.
Preis: Je nach Qualität kostet gutes natives Olivenöl zwischen 9 und 20€/L
Kaufempfehlung: Am liebsten ist mir das Olivenöl aus dem kleinen Dorfladen, dass ich in Kreta gefunden habe. Empfehlenswert sind aber auch die Ölsorten von Olive Joy. Wichtig: Niedriger Säuregehalt <0,8% (extra nativ)

Rapsöl

Zusammensetzung: Je nach Verarbeitung handelt es sich bei herkömmlich verkauftem Rapsöl oft um raffiniertes Öl, das rund 66% ungesättigten Fettsäuren und 26% mehrfach ungesättigten Fettsäuren besitzt. Dabei hat Rapsöl einen gutes Verhältnis von Omega 3 zu Omega 6 Fetten (2:1). Hitzebeständiges Rapsöl durchläuft jedoch viele Verarbeitungsprozesse bei dene Stoffe entstehen die die positive Zusammensetzung zu Nichte machen. (Siehe auch unter Herstellung und Verarbeitung im letzten Beitrag )
Geschmack: aufgrund zahlreicher Verarbeitungsprozesse relativ neutral
Verwendung: für mäßiges Braten geeignet
Rauchpunkt: 130- 180°
Preis: ca.2€-4€/ L
Kaufempfehlung: Nicht empfehlenswert. Wenn überhaupt kaltgepresstes Rapsöl. Wobei Raps zumeist in Monokulturen angebaut wird, was für Menschen und Umwelt schädlich ist.

Sonnenblumenöl

Zusammensetzung: 8% gesättigte Fettsäuren 27% einfach ungesättigte Fettsäuren 65% mehrfach gesättigte Fettsäuren , Omega 6 zu 3 Verhältnis 120:1
Geschmack: neutral
Verwendung: zum Braten auch auf höheren Temperaturen
Rauchpunkt: ca. 200° und höher
Preis: ca. 2€/L
Kaufempfehlung: Nicht empfehlenswert. Sonnenblumenöl sollte nur gelegentlich Anwendung finden aufgrund seines schlechten Omega 3 zu Omega 6 Verhältnis.

Kokosöl

Zusammensetzung: Kokosöl besteht hauptsächlich aus gesättigten Fettsäuren, davon 60% mittelkettige Fettsäuren (diese sind u.A super für den Stoffwechsel- sie werden schneller absorbiert und metabolisiert!) Es enthält viele sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine und Spurenelemente wie Selen. Unterscheiden muss man hier aber zwischen raffiniertem und kaltgepresstem Kokosöl: Finger weg von Palmin aus dem herkömmlichen Supermarkt! Es ist stark verarbeitet und wird meist preisgünstig in Monokulturen hergestellt.
Geschmack: exotisch, fruchtig nach Kokos. Insgesamt aber relativ mild.
Verwendung: Kokosöl ist ideal zum Braten und Backen: es verträgt auch hohe Temperaturen. Für den Wok allerdings nur (wenn überhaupt) die raffinierte Variante. Denn da erreichen wir Temperaturen jenseits der 200°!
Rauchpunkt: 180°- 230° (nativ- raffiniert)
Preis: gutes Kokosöl ca. 20-30€/L
Kaufempfehlung: Am besten kaltgepresstes, natives Kokosöl  aus biologischem und nachhaltigem Anbau ohne Monokulturen. Empfehlen kann ich euch hier das native Öl von Bio Planète oder Rapunzel.

Leinöl

Zusammensetzung: 60-70% mehrfach ungesättigte Fettsäuren mit einem hohen Anteil ann Omega 3 Fettsäuren und einem Verhältnis Omega 3 zu Omega 6 von 4:1
Geschmack: intensiv nussig
Verwendung: ausschließlich kalt!  lecker zu Kartoffeln und Quark, in Salaten, Smoothies oder pur.
Rauchpunkt: ca. 107°
Preis: 40- 80€/L
Kaufempfehlung: Unbedingt zu empfehlen. Mit nur wenig Leinöl könnt ihr euren täglichen Bedarf an Omega 3 Fettsäuren decken!
Aber ACHTUNG es wird schnell ranzig und oxidiert leicht aufgrund des hohen Anteils an Alpha Linöl Säure. Am besten nur hochwertiges, kaltgepresstes und gekühltes Leinöl in dunklen Flaschen und kleinen Mengen kaufen. Danach weiter kühl und dunkel lagern bzw. rasch verbrauchen! (ranziges Leinöl schmeckt ekelhaft fischig)

Kürbiskernöl

Zusammensetzung: Kürbiskernöl ist aufgrund seiner guten Fettzusammensetzung und der hohen Konzentration an Vitaminen und Mineralien sehr empfehlenswert. Es besteht aus 9- 20% gesättigten Fettsäuren, 28- 34% einfach ungesättigte Fettsäuren und 50-55% mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Es ist reich an Linolsäure und Linolensäure.
Geschmack: intensiv nussig nach gerösteten Kürbiskernen
Verwendung: nur kalt in Salaten, für Pesto oder zum Verfeinern von Suppen, Dips oder Desserts
Rauchpunkt: ca. 120°
Preis: ca. 20€/L
Kaufempfehlung: hochwertiges, kaltgepresstes Öl in dunklen Flaschen mit der Angabe g.g.A. (geschützte, geographische Anlage)

Avocadoöl

Zusammensetzung:-reich an ungesättigten Fettsäuren und Antioxidantien, die die Fette vor dem Oxidieren schützen. 70% einfach ungesättigte Fettsäuren, 12% gesättigte Fettsäuren und 12% Omega-6, 1% Omega 3
Geschmack: sehr mild fruchtig
Verwendung: ist idealerweise sowohl kalt als auch zum Braten bei hohen Temperaturen verwendbar. (hier schlägt dann lediglich der Preis zu Gute)
Rauchpunkt: 255°
Preis: 40-50 €/L
Kaufempfehlung: Absolut empfehlenswert und genauso wie Avocados selbst sehr gesund und lecker. Man kann es sowohl zum Braten als auch für Salate verwenden. Aufgrund des hohen Preises geht Avocadoöl zum Braten aber ganz schön ins Geld.

Fischöl

Zusammensetzung: Fischöl ist reich an ungesättigten und vor allem an Omega 3 Fettsäuren mit hoher Konzentration an EPA und DHA Fettsäuren.
Verwendung: als Supplement in Form von Kapseln oder pur als Öl zum Einnehmen
Kaufempfehlung: Absolut empfehlenswert. Wer nicht täglich fetthaltigen Fisch isst, sollte Omega 3 Fettsäuren mit Kapseln oder Fischöl supplementieren. Aber auch hier ist die Qualität und eine dunkle, kühle Lagerung entscheidend.

Butter

Zusammensetzung: mit 67% hauptsächlich gesättigte Fettsäuren, 27% ungesättigte Fettsäuren. Butter von weidegefütterten Kühen ist reich an Vitamin A und E
Geschmack: Butter gibt den Speisen beim leichten Braten und Dünsten einen leckeren Geschmack. Ansonsten eher mild.
Verwendung: zum Backen, als Aufstrich oder zum mäßigem Braten und Dünsten
Rauchpunkt: ca.175°
Preis:  ca. 7,20€/ Kg
Kaufempfehlung: Absolut empfehlenswert. Ich kaufe aber nur Butter von grasgefütterten Kühen. (z.B Kerrygold)

Ghee

Zusammensetzung: Ghee ist reines Butterfett/  bzw. geklärte Butter. Es besteht aus 70% gesättigten Fettsäuren und gilt in der Ayurvedischen Küche als heilsam, da es Entzündungs- und Cholesterinwerte senken soll.
Geschmack: butterähnlich, mild.
Verwendung: höher zu erhitzen als Butter und daher sehr gut zum Braten geeignet
Rauchpunkt: ca. 205°
Preis: Preis:  ca. 10-20€/ Kg
Kaufempfehlung: In jedem Fall empfehlenswert. Am besten selbst herzustellen, in dem ihr grassgefütterte Butter klärt oder im Asia und Bio Laden zu kaufen.

Margarine

Zusammensetzung: Je nach Verarbeitung unterscheidet sich die Zusammensetzung. Bei der Produktion dieser speziellen Fette werden gezielt Trans-Fettsäuren erzeugt, um die technologischen Eigenschaften der Fette zu verbessern. (Streichbarkeit, Geschmack, Farbe, Hitzebeständigkeit oder Anreicherung an essentiellen Fettsäuren) Zwar wird auf der Verpackung mit essentiellen Fettsäuren geworben, hier ist es aber wichtig eine Unterscheidung der Fettsäuren vorzunehmen. Je nach Art können bis zu 82-mal mehr Omega-6-Fettsäuren als  Omega-3-Fettsäuren enthalten sein! (Erstrebenswert ist ein Verhältnis von maximal 4:1) Die Trans-Fettsäuren die durch die Verarbeitung entstehen, reichern sich im menschlichen Fettgewebe an und schädigen Herz und Gefäße. ( eigentlich das Gegenteil von ihrem Werbeversprechen) Wer sich mit der Herstellung von Margarine auseinandersetzt, dürfte kaum noch Lust darauf verspüren.
Geschmack: je nach Verarbeitung mild nach Butter oder Pflanzenölen.
Verwendung: Nicht empfehlenswert
Rauchpunkt: Je nach Verarbeitung und Zusammensetzung
Preis: 1-3€/ Kg
Kaufempfehlung: nicht empfehlenswert


Ich bitte um Verständnis, dass dieser Beitrag nicht alle Faktoren und Studien zum Thema aufführen kann.
Auch bin ich weder Chemiker noch Ernährungswissenschaftler. Ihr erhaltet hier Informationen nach bestem Gewissen, eigener  Erfahrung und wirklich umfassender Recherche und Auswertung. Ich freue mich aber über all eure Fragen und Feedback!

Flattr this!

Fett gesund_ welches ÖL zum Braten

Öle und Fette Teil 1: sind Fette ungesund oder lebensnotwendig?

Welche Öle sind gesund_ gesunde Fette

„Öle und Fette sind gesund und lebensnotwendig!“

Eine Aussage die vor einigen Jahren noch kaum einer geglaubt hätte. Dabei ist Fett viel Besser als sein Ruf. In den letzten 10 Jahren riet man uns zu cholesterinsenkender Margarine und machte Fett für alle möglichen Zivilisationskrankheiten und Bluthochdruck verantwortlich. Zwar haben bereits hunderte Studien das Gegenteil bewiesen, der Mythos hängt aber irgendwie nach wie vor in den Köpfen fest: Light Produkte feiern immer noch reißenden Absatz und viele Deutsche schränken ihren Eierkonsum noch heute ein, aus Angst vor zu viel Cholesterin. Ich kann mich sogar daran erinnern, dass Weight Watchers Anhänger eine Zeit lang dazu angehalten wurden ihr Fleisch mit Mineralwasser zu braten, statt mit Fett!

Dabei sind Fette genauso wie Kohlenhydrate und Eiweiß essentiell für unseren Körper. Fett ist nicht nur Geschmacksträger. Es ist zur Aufnahme der fettlöslichen Vitamine erforderlich und sorgt für ein natürliches Sättigungsgefühl. Für die richtige Funktion von Hormonen und Enzymen sind Fette unerlässlich und unser Gehirn ist auf sie angewiesen. Fette versorgen unsere Zellen bestmöglich und schützen sie vor Umwelteinflüssen. Hierbei ist aber die Qualität der Fette entscheidend. Nur hochwertige Fette bieten besten Zellschutz, maximale Energie und essentielle Fettsäuren.
Doch immer wieder stelle ich fest, dass große Unsicherheiten bestehen, wenn es darum geht, welches Fett gesund ist und mit welchem Speiseöl oder -Fett man am besten Braten soll. Und das ist auch kein Wunder. Das Thema ist wie so vieles im Bereich Ernährung ziemlich komplex und vielfach kontrovers diskutiert worden. Deshalb möchte euch heute erstmal die für mich wesentlichsten Beurteilungskriterien zeigen, anhand derer ich ganz gut entscheiden kann welche Fette ich wann verwende.


Einer der wesentlichen Kriterien zur Beurteilung von Fett ist die Fettzusammensetzung. Man unterscheidet zwischen:

  • Mehrfach ungesättigten Fettsäuren (PUFA, Poly Unsaturated Fatty Acids)
  • Einfach ungesättigten Fettsäuren (MUFA, Mono Unsaturated Fatty Acids)
  • Gesättigten Fettsäuren (SFA, Saturated Fatty Acids)

Hier herrscht oft Verwirrung. Was ist Omega-3 und wo ist der Unterschied zu Omega-6 – was sind gute, was sind schlechte Fettsäuren – was bedeutet gesättigt und mehrfach ungesättigt? Wie viel gesättigte Fettsäuren sind gut für uns? Und wieviel Fett ist überhaupt gut für uns?

Fettsäuren sind für uns lebensnotwendig und sind wichtig für: Herz, Blutgefäße, Gewebe und Hirnzellen, denn sie verantworten zum großen Teil die Gesundheit der Zellmembranen aller Gewebe und sie beeinflussen unsere Hormone wesentlich! Unser Körper hat daher die Fähigkeit, fast alle selbst herzustellen. Fast alle, aber eben NICHT alle: Omega-3-Fettsäuren (DHA, EPA, Alpha-Linolensäure) und Omega-6-Fettsäuren (Arachidonsäure, Linolsäure) müssen wir über unsere Nahrung aufnehmen. Daher bezeichnen wir diese auch als essentielle Fettsäuren. Und so sind diese auch besonders relevant für unsere Betrachtung.

Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen gesättigten, einfach ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Es gibt sehr viele verschiedene Arten von mehrfach ungesättigten Fettsäuren, darunter auch die essentiellen Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren. Was ist aber wichtiger. Omega-3 oder Omega-6?

Die beiden essentiellen Fettsäuren wirken unterschiedlich im Körper: Die Botenstoffe aus Omega-6 sind zwar um ein vielfaches entzündungsfördernder für den Stoffwechsel. Dennoch sind Omega-6 Fettsäuren wichtig für Wachstum, Wundheilung und die körpereigene Abwehr von Infektionen. Man sollte also Omega 6 Fettsäuren nicht verteufeln und nur noch Omega-3 Fette zu sich nehmen. Entscheiden ist hier, die beiden Fettsäuren in einem optimalen Verhältnis zu sich zu nehmen und dabei gilt ein Verhältnis von maximal (!) viermal so viele Omega-6 wie Omega-3 Fettsäuren. Heutzutage ist das allerdings oft anders: Im Schnitt nehmen wir über die Nahrung etwa zehn bis zwanzig mal mehr Omega-6 Fettsäuren als Omega-3 Fettsäuren auf. Das ist deswegen problematisch, da beide Fettsäuren dasselbe Enzym benötigen, um von unserem Körper abgebaut und zersetzt zu werden. Wenn also mehr Omega-6 vom Körper verarbeitet wird, kann gleichzeitig weniger Omega-3 zerlegt werden. Bei der Verwertung der Fettsäuren konkurrieren die beiden Fettsäuren Omega-3 und Omega-6 also miteinander.

Omega-3 Fettsäuren sind sehr wichtig für die Hirnentwicklung. Die meisten Schwangeren werden deshalb bereits in der Schwangerschaft dazu angehalten, Omega-3 zusätzlich zur Nahrung aufzunehmen. (Ich habe beispielsweise Fischöl zu Beginn der Schwangerschaft getrunken. Fischölkapseln kann ich jedoch auch jedem Anderen als Ergänzung zu einer gesunden Ernährung empfehlen) Omega 3 Fettsäuren findet ihr verstärkt in fetten Fischen wie Lachs oder beispielsweise in hochwertigem Leinöl. Ein Mangel an Omega 3 Fettsäuren ist nachweislich förderlich für Depressionen, Hyperaktivität bei Kindern, Schizophrenie  und Herzkrankheiten. Eine erhöhte Zufuhr von Omega-3 Fetten hat sogar zu einer Verbesserung der Kognition bei Alzheimerpatienten geführt!

Das Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 in Lebensmitteln sollte also immer betrachtet werden. So liegt es bei nativem Olivenöl beispielsweise bei 8:1, bei Sonnenblumenöl dagegen bei 120:1. Hier kann man schon relativ einfach sehen: Finger weg vom Sonnenblumenöl!

Einfach ungesättigte Fettsäuren sind ebenso wichtig für den Körper und ein ausgezeichneter Energielieferant. Hierzu zählen Avocados/ Avocadoöl, Oliven und natives Olivenöl, Haselnüsse und viele mehr. Sie verbessern die Cholesterinwerte und beugen Herzkrankheiten vor. Doch auch hier zählt die Hochwertigkeit des Öls. Qualitativ hochwertige Olivenöle und Avocados haben einen hohen Anteil an Antioxidantien und schützen die Fette vor dem Oxidieren und vor freien Radikalen!

Und wie ist das nun mit den ungesättigten Fettsäuren?
Sie haben einen viel zu schlechten Ruf. Lange Zeit wurden sie verurteilt für verstopfte Arterien und damit für Herzkrankheiten und einen erhöhten Cholesterinspiegel zu sorgen. In mehreren aussagekräftigen Studien wurde das aber schon seit Jahren widerlegt. (Aber laut der DGE ist ja auch Weizen empfehlenswert :O) Gesättigte Fettsäuren die wir in tierischen Fetten (wie Eier, Fleisch, Butter…) finden, sind nicht ungesund. Im Gegenteil. In tierischem Fett stecken sämtliche essentiellen Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe, die unser Organismus benötigt. Und das alles in einem hervorragenden Verhältnis. Butter hat beispielsweise ein Omega 6 zu 3 Verhältnis von 1 bis 1:2 Und da gesättigte Fettsäuren ein Fett fester und unempfindlicher gegen Hitze, Licht und Sauerstoff machen ist es länger haltbar und eignet sich beispielsweise hervorragend zum Braten. Aber dazu komme ich gleich. Da gesättigte Fettsäuren meist von tierischen Produkten stammen sollte aber auch hier unsere Aufmerksamkeit auf die Qualität und Haltung der Tiere gerichtet werden. Milch und tierisches Fett, Eier und  Fisch aus artgerechter Haltung enthalten bis zu 4 mal mehr Omega-3-Fettsäuren als aus konventioneller Haltung. Dieser Unterschied entsteht durch die unterschiedliche Fütterung der Tiere. Natürlich gehaltene Tiere liefern mehr gesunde Fettsäuren, als mit Maisschrot gemästete Kreaturen. Butter ist also auch nicht gleich Butter. Ich kaufe nur Butter von hauptsächlich grasgefütterten Kühen wie z.B Kerrygold oder Süßrahmbutter von Alnatura.

Zusammengefasst ist also folgendes wichtig: Wir brauchen Fett. Sowohl gesättigte Fettsäuren, als auch ungesättigte (einfach und mehrfach!). Bei mehrfach ungesättigten Fettsäuren müsst ihr auf das Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 achten. Ein Verhältnis von 1:1 ist optimal wobei man höchstens viermal so viel Omega-6 Fettsäuren wie Omega 3 Fettsäuren zu sich nehmen sollte. Bei gesättigten Fettsäuren solltet ihr auf die Qualität, Haltung und Fütterung der Tiere achten und hauptsächlich Bio Produkte zu euch nehmen. Bei Butter achtet ihr am Besten darauf dass diese von Weidekühen stammt. Sie u.A hat ein besseres Fettsäureprofil mit mehr Omega 3 Fettsäuren.

Ein weiterer Aspekt zur Beurteilung von Fett ist die Hitzebeständigkeit des Öls.

Das ist vorwiegend dafür entscheidend, wie man das Speisefett am besten verwendet. Eine niedrige Hitzebeständigkeit ist demnach weniger bzw. gar nicht zum Braten geeignet, als ein Hitzebeständiges Öl. Und dafür gibt es gute Gründe: Nehmen wir beispielsweise die rätselhafte Tatsache, dass Frauen in China weltweit eine der höchsten Lungenkrebsraten haben. Dies trifft auch auf Frauen in Malaysia, Japan und anderen asiatischen Ländern zu. Nun ist aber zu sagen dass hier der Prozentsatz von Raucherinnen gerade mal bei 27-35% liegt. Wie kann es also sein, dass die restlichen 70% an Lungenkrebs erkranken ohne je geraucht zu haben? Die Antwort ist tatsächlich relaltiv einfach und mittlerweile auch hinreichend belegt: Es liegt an der Art und Weise wie sie ihr Essen zubereiten. In Asien erkranken die Menschen, weil sie zum Braten im Wok Öl verwenden , dass hochgradig krebserregend ist. Und nein sie verwenden kein Öl das von Haus aus giftig ist. Im Wok entstehen aber sehr viel höhere Temperaturen als beim  herkömmlichen Braten in der Pfanne und wenn hier Öle mit niedriger Hitzebeständigkeit verwendet wird, erzeugen diese krebserregende Stoffe.

Das Prinzip ist ganz einfach: Je instabiler das Öl, desto weniger verträgt es hohe Temperaturen. Dies trifft häufig auf Öle zu, die reich an ungesättigten Fettsäuren sind wie beispielsweise kaltgepresstes Olivenöl, Kürbiskernöl, Sesamöl, Speiseleinöl, Traubenkernöl, Walnussöl und Weizenkeimöl. Der Luftsauerstoff verbindet sich mit dem Öl, es nimmt eine dunklere Farbe an und es kommt zur Rauchentwicklung- der sogenannte Rauchpunkt wird überschritten. Und genau hier wird das Öl schädlich. Der Glycerolanteil im Fett verwandtelt sich in Acrolein und es entwickeln sich Lipidperoxide, die unsere Zellen schädigen. Es entstehen zahlreiche organische Verbindungen die mutationsfördernd und karzinogen wirken. Sie verwandeln unsere gesunden Zellen in kürzester Zeit in Krebszellen. Damit dies nicht geschieht, müssen wir darauf achten unser Öl auch entsprechend ihres Rauchpunkts und der damit in Verbindung stehenden Verwendungsmöglichkeiten auszuwählen. Beim Frittieren werden etwa 180° erreicht, beim normalen Braten werden bereits um die 200° erreicht, und beim scharfen Anbraten von Steaks oder Wokgerichten klettert das Thermometer noch sehr viel Höher. Wenn wir hier mal die Rauchpunkte der verschiedenen Öle betrachten, werden wir sehen, dass nicht alle Öle zum Braten geeignet sind.

Wenn es um Hitzebeständigkeit geht, schneidet Sonnenblumenkernöl zum Beispiel relativ gut ab. Sein Rauchpunkt liegt je nach Verarbeitung erst bei 220° (meist finden wir raffiniertes Öl in den Supermärkten). Eben haben wir aber gelernt, dass die Fettsäurenverteilung bei Sonnenblumenkernöl nicht so gut ist. Ihr seht also das Thema muss immer von mehreren Seiten betrachtet werden. Kaltgepresstes Olivenöl ist aufgrund seiner guten Fettsäurenverteilung instabiler und hat keine so gute Hitzebeständigkeit (ca. 130°) und ist daher zum scharfen Braten und Frittieren eher ungeeignet. Als Dressing in Salaten oder zu mäßigem(!) Braten/ Dünsten ist Olivenöl aber aufgrund der guten Fettsäurenverteilung super (und eben wegen seines Geschmacks).

Zusammengefasst ist also folgendes wichtig: Je nachdem welches Öl ihr verwendet solltet ihr darauf achten, dass ihr dieses nicht über den Rauchpunkt erhitzt. Seht ihr in der Pfanne tatsächlich „Rauch“ aufsteigen, ist es zu spät. Das Öl beginnt bereits zu Oxidieren und seine krebserregenden Stoffe (freie Radikale) freizusetzen. Vorsichtig WEGKIPPEN! Fette mit einem hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren sind meist Hitzestabiler und dabei zum Braten bei höheren Temperaturen besser geeignet. Hierzu zählen beispielsweise Ghee, Butter/ Butterschmalz und Kokosfett.

Ein 3. für mich sehr wichtiges Kriterium ist die Herstellung und Verarbeitung.
Die Produkte sollten nachhaltig gewonnen und mit möglichst wenig Aufwand verarbeitet worden sein. Wo bekommen wir das Öl her? Müssen dafür unzählige Hektar Land in Monokultur zerstört werden etc.. Rapsöl und Sojaöl beispielsweise werden stets in Monokulturen angebaut. Gerade Soja ist eine Pflanze, die den Boden stark beansprucht. Ökologisch und ökonomisch (zumindest für die regionalen Bauern) betrachtet sind diese Anbaumethoden eine Katastrophe, sie zerstören Lebensräume für viele Tiere und tragen stark zur Bodendegeneration bei.
Hinzukommt, dass die meisten Pflanzenfette viele Verarbeitungsschritte durchlaufen, um sie genießbar zu machen, wobei häufig ein hochgiftiger Stoff namens Hexan verwendet wird um das Öl zu separieren, sowie viele Reinigungsschritte, die unangenehmen Geruch und Farben entfernen. Fraglich ist hier tatsächlich wie viel von diesen Stoffen im Öl bei uns am Ende hängen bleibt. Hinzukommt, dass viele pflanzliche Öle und Fette oft gehärtet oder teilgehärtet sind wobei hier wiederum die gesundheitsschädlichen trans- Fettsäuren entstehen. (Das beste Beispiel ist hier immer noch die Umsatzkräftigste Werbelüge der Geschichte- die Margarine!) Auch gesundes Kokosfett, dass ich selbst täglich verwende, müssen wir differenziert betrachten. Im Unterschied zu dem im Supermarkt günstig verkauften Palmin, sollte dies nämlich nativ und kaltgepresst sein und auf keinen Fall gehärtet. Auch lohnt es sich bei Kokosfett darauf zu achten, dass die Kokospalmen in Mischkultur und mit fairen Arbeitsbedingungen angepflanzt werden. In 2. Teil von „Öle und Fette“ seht ihr auch nochmal meine Kaufempfehlung hierzu.

Andere Kriterien wie Eigengeschmack, Preis und Beschaffung des Öls sind wie bei allen anderen Entscheidungen die mit dem Einkauf von Lebensmitteln zusammenhängen, sicher auch nicht zu vernachlässigen.
Für mich sind in diesem Fall die ersteren Punkte jedoch weitaus wichtiger, da ich meine Gesundheit und den nachhaltigen Umgang mit unserer Umwelt für weitaus wichtiger halte, als jährlich beim Kauf von minderwertigem Speiseöl vielleicht 40€ zu sparen, die ich am Ende dann doch nur für eine neues Oberteil ausgebe. Aber wie bei allem gilt es das Richtige Maß für sich selbst zu finden. Dabei entscheiden natürlich in erster Linie eure eigenen Prioritäten und Budgetmöglichkeiten. In Teil 2 meines Öle und Fette Beitrags bekommt ihr eine kleine Übersicht mit den herkömmlichen Ölen und Fetten, ihrer Eigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten.


Ich bitte um Verständnis dass dieser Beitrag nicht alle Faktoren und Studien zu dem Thema aufführen kann.
Auch bin ich weder Chemiker noch Ernährungswissenschaftler. Ihr erhaltet hier Informationen nach bestem Gewissen, eigener  Erfahrung und wirklich umfassender Recherche und Auswertung. Ich freue mich aber über all eure Fragen und Feedback!

Flattr this!