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Glutenfreie Wraps mit Süßkartoffeln // SSW 35

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Hallo ihr Lieben,

Wahnsinn ich bin in der 35. Schwangerschaftswoche angekommen. Nun, so sagt man, kann die Kleine jederzeit kommen. Sie würde nicht als Frühgeburt gelten und könnte ganz normal zur Welt kommen. Unglaublich! Wie schnell ist die Zeit denn bitte vergangen? Vor kurzem habe ich noch sehnsüchtig auf den ersten Tritt gewartet und meinen ganz kleinen Babybauch im Spiegel bestaunt. Mittlerweile ist das  „Wunder“ schon im Alltag angekommen und auch wenn der Bauch manchmal stört so gehört er irgendwie schon zu meinem Körper.
Ein wenig Zwiegestalten schau ich nun auf die letzten Wochen der Schwangerschaft und erwarte mit Freude die kleine Maus. Es gibt Tage, da kann ich es kaum erwarten. Da wünschte ich. ich könnte sie endlich im Arm halten. Ich freue mich so sehr auf den Moment sie das erste Mal zu sehen, zu baden, anzuziehen, zu riechen und ins Bettchen zu bringen. Und doch kann ich mir vorstellen, dass es komisch ist, seinen Körper wieder für sich zu haben. ( Wobei so 100% gehört er ja auch nach der Geburt erstmal nicht mehr nur mir allein) Irgendwie ist es auch ein schönes Gefühl die Kleine immer bei sich zu tragen und seinen Körper mit so einem kleinen Wesen zu teilen.

Was die Beschwerden betrifft, so kann ich das langsam gar nicht mehr schön reden. Es wird beschwerlicher. Na klar. Den einen Tag geht es mir super und ich bekomme meine Schwangerschaft kaum mit. Und an dem anderen zwickt es überall, dann kann ich nicht schlafen, muss ständig zur Toilette und klage über kräftige Senkwehen und Krämpfe beim Laufen. Insgesamt muss ich aber einfach mal sagen, dass ich wahnsinnig glücklich über meinen Schwangerschaftsverlauf sein kann.

Mein Bauch ist nach wievor nicht riesig. Ich habe keine Schwangerschaftsstreifen, kein Sodbrennen und jegliche andere negativen Auswirkungen streifen mich nur zeitweise. Und auch das Wetter spielt mir eigentlich gerade zu. So schade es ist, dass das Sommerwetter sich ein wenig zurückgezogen hat, so ist es doch ein Segen für mich. An den Tagen an denen das Thermometer bereits auf 32° stieg, lag ich den gesamten Tag nur im Planschbecken und hatte extreme Kreislaufprobleme und Wassereinlagerungen. Nix besonderes am Ende der Schwangerschaft, aber umso besser ist es für mich, wenn sich das Klima wieder etwas abkühlt. Leider habe ich mir vor vier Wochen eine Zerrung oder sowas im Beckenboden zugezogen und musste seit letzter Woche daher vorerst mit dem Sport aufhören. Noch ist das ziemlich ungewohnt für mich und meine Kettlebells fehlen mir sehr. Da die Zerrung aber seit 4 Wochen nur schlimmer statt besser wurde, musste ich jetzt wohl langsam nachgeben. 🙁

Mittlerweile ist bei uns auch das Kinderbettchen aufgebaut, die Erstlingsausstattung steht und die Entscheidung für ein Krankenhaus ist ENDLICH getroffen. Es wird das Klinikum in Berlin Friedrichshain. Trotz der negativen Berichte die ich von Bekannten und Unbekannten erhielt, hat die Klinik bei mir den besten Eindruck hinterlassen und vereint samt Still Zertifikat und Kinderstation für den Notfall fast alles was ich mir gewünscht habe. Bis auf den Geburtsvorebereitungskurs und ein paar nervigen Behörden Angelegenheiten sind eigentlich schon fast alle Sachen geregelt und man kann den Nestbau als so ziemlich abgeschlossen bezeichnen. Und trotzdem fühlen wir uns noch LANGE nicht bereit. Ich weiss nicht, ob das anderen auch so geht, ich schätze schon. Die Vorstellung in ein paar Wochen für so ein kleines Würmchen verantwortlich zu sein und tatsächlich selbst MUTTER zu werden ist absolut utopisch. Egal wie sehr man sich mit dem Gedanken auseinandersetzt, es bleibt unvorstellbar… Das Gefühlschaos wird sich bis zur Entbindung oder wahrscheinlich auch nach der Geburt erstmal nicht einstellen und so wird es sicher nicht das letzte Mal sein, dass ich min Gedankenchaos hier bei euch versuche zu ordnen…
Die glutenfreien Wraps habe ich mit Buchweizenmehl zubereitet. Hier müsst ihr mal ausprobieren welche Sorte euch am besten schmeckt. Ich finde, dass einige Mehle ziemlich sauer schmecken. Das Buchweizenmehl von Rossmann schmeckt etwas milder. Nicht desto trotz habe ich dem Teig etwas Birkenzucker beigefügt, um die Säure aus dem Teig rauszunehmen. Wenn es keinen frischen Spinat mehr gibt, könnt ihr die Wraps auch problemlos ohne zubereiten. Der frische Spinat ist natürlich nicht nur für die schöne grüne Farbe verantwortlich, sondern gibt den Buchweizen Wraps noch mal eine extra Portion Vitalstoffe.
Buchweizen ist ein sogenanntes Pseudogetreide. Sieht aus wie Getreide, ist aber keins. Es ist frei von Gluten und enthält viele Mineralstoffe. Buchweizen enthält etwa 13g Eiweiss pro 100g und mit einem vollständigen Aminosäurenprofil schlägt es Weizen um Längen. Mit  etwa 60g Kohlenhydraten pro 100g ist Buchweizen natürlich absolut keine Option für Menschen die sich strikt Low Carb ernähren. Für ein ausgewogenes Mittagessen sind die glutenfreien Buchweizen Wraps aber eine tolle Möglichkeit im Sommer mit vielen verschiedenen Salaten und Füllungen herum zu experimentieren. Einfach ein paar mehr Wraps machen und einfrieren oder über die Woche verteilt aufbrauchen. So könnt ihr über die nächsten Wochen immer mal etwas Neues ausprobieren… Wie wäre es beispielsweise mit geräuchertem Lachs, gebratenen grünen Spargel, Salat und Creme Fraîche?

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Zutaten:

glutenfreie Spinat Wraps

  • 160g Buchweizenmehl
  • 270ml Wasser
  • eine Handvoll frischen Spinat
  • ½ Tl Salz
  • 2 El Birkenzucker oder anderes alternatives Süßungsmittel
  • 3 EL Olivenöl
  • Ghee zum Braten

für die Füllung

  • 1 Süßkartoffel
  • 1El Öl
  • Salz
  • 1 Avocado
  • 1 Mango
  • 1 El Weißweinessig
  • Salz und Pfeffer
  • 2 El Birkenzucker
  • ½ Limette (optional)
  • etwas frischen Koriander (optional)
  • ein Daumengroßes Stück Ingwer
  • ½ Zwiebel
  • 1 Handvoll Rucola
  • 250g Hähnchen

Zubereitung:

  1. Für die grünen Wraps Wasser und Spinat miteinander pürieren oder im Mixer vermengen.
  2. Für glutenfreie Wraps Buchweizenmehl mit dem Spinatwasser (für normale Wraps nur 265ml Wasser ohne Spinat hinzufügen), Salz, Birkenzucker und Olivenöl mit einem Rührgerät zu einem cremigen Teig verrühren. Die Konsistenz ähnelt der eines Pfannkuchenteiges.
  3. Eine Pfanne mit etwas Ghee einfetten und auf mittlerer Stufe erhitzen.
  4. Teig in die Pfanne geben und so schwenken dass die Wraps auch wirklich dünn sind. Nach etwa 30 Sekunden wenden und von der anderen Seite kurz backen. Auf einem vorbereiteten Teller auskühlen lassen.
  5. Mit den anderen Wraps so fortfahren. Achtet darauf, dass die Pfanne immer etwas eingefettet ist.

Für die Füllung

  1. Ofen auf 200° Umluft vorheizen
  2. Süßkartoffel schälen, in Stifte schneiden und mit 1 El Olivenöl und Salz in einer Schüssel vermengen. Anschließend auf ein mit Backpapier belegtes Rost legen und etwa 15 Minuten backen.
  3. Für das Mangochutney 1 Mango schälen, vom Kern schneiden und klein würfeln. Zwiebel, Ingwer und Koriander klein hacken.
  4. In einem kleinen Topf Olivenöl auf mittlerer Stufe erhitzen und Zwiebeln und Ingwer darin anschwitzen. Birkenzucker hinzufügen bis er sich aufgelöst hat.
  5. Die Mango dazu geben, Essig hinzufügen und eine Tasse Wasser dazugeben. Köcheln lassen und immer ein klein wenig Wasser hinzufügen, wenn es bereits verdampft ist.
  6. Nach etwa 30 Minuten müsste das Chutney weich genug sein und ihr könnt es gegebenfalls noch mal etwas pürieren, sodass es sch besser auf den Wraps verteilen lässt. Mit Koriander, Limettensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Anschließend zum abkühlen beiseite stellen.
  7. Rucola waschen und trockenschleudern, Avocado halbieren, Kern entfernen und Fruchtfleisch in Würfel schneiden.
  8. Das Hähnchen in kleine Streifen schneiden und in einer Pfanne mit etwas Ghee braten und dabei salzen und pfeffern.
  9. Anschließend alle vorbereiten Zutaten in die abgekühlten Wraps füllen. Dabei das untere Ende einklappen, sodass nur eine Seite offen ist. (versucht es lieber mit etwas weniger am Anfang, die Wraps halten sonst nicht)
  10. Zusammenrollen und für unterwegs in Folie oder Brotpackpapier wickeln.

 

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