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Gesund durch den Herbst: Was wirklich gegen Erkältung hilft

Hallo ihr Lieben,

der kalte und graue Jahresabschnitt hat nun längst begonnen und mit ihm kommen auch die ersten Krankheitswellen. Überall wird kräftig gehustet und Xylometazolin wird wieder als heiße Ware gehandelt. Wenn der Hals schmerzt und die Nase läuft, hat jeder von uns seine eigenen Methoden und Mittelchen aus der Schulmedizin, die uns mehr schlecht als recht durch eine Erkältung helfen. Aber was können wir tun, uns bei dem alljährlichen Rumgeniese in den Öffentlichen und im Büro vor einer Erkältung zu schützen?

Mundschutz und Handschuhe? Niemandem mehr die Hand geben und permanentes Händewaschen? Klar, so wie es auch viele Menschen in Asien machen, kann dieser Weg auf jeden Fall vor Ansteckung schützen. Aber wer möchte das? Hinzukommt, dass die körpereigene Immunantwort gegen Viren mit zunehmender Kälte abnehmen soll. Wir müssen also unser Immunsystem stärken.

gegen Erkältung

Und was ist mit dem allseits beliebten Spruch „An Apple a Day Keeps the doctor away?“ Müssen wir jetzt täglich einen Apfel essen? Auch das sicher nicht. Aber eine ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung die unseren Körper mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen versorgt, stärkt unser Immunsystem und schützt so vor Krankheiten.
Ein Mensch der sich gesund ernährt (hier ist natürlich immer die Frage- was ist gesund?) Also sagen wir lieber ein Mensch, der sich ausgewogen ernährt und mit ausreichend mit allen wichtigen Vitalstoffen versorgt (ja ich weiß auch schwammig, aber ich lass das mal so stehen), wird demnach besser durch die Erkältungswelle kommen. Vitamin C reiche Lebensmittel wie Orangen, Kiwi, rote Paprika oder Brokkoli, als auch eine ausreichende Versorgung mit dem Mineralstoff Zink gelten bei der Bekämpfung der bösen Grippeviren als stärkste Kämpfer an der Front

Dennoch gibt es auch bei gesunden Menschen Phasen, in denen das eigene Immunsystem geschwächt ist und etwas mehr Unterstützung von uns braucht. Etwa in beruflichen oder emotionalen Stresssituationen, in Familien mit Kindergartenkindern oder auch bei Schlafmangel. Was können wir also noch tun, um gesund durch den Herbst zu kommen?

1. Tägliche Wechselduschen

Schon der Urmensch badete sich in heissen Quellen und sprang anschliessend in kalte Flüsse. Heute brauchen wir dazu nicht unbedingt eine heisse Quelle und es muss auch kein kalter Fluss am Haus vorbei fliessen. Eine Wechseldusche hat annähernd denselben Effekt. Wechselduschen trainieren – ähnlich wie Saunagänge – unsere Gefäße und stärken dadurch indirekt auch unser Immunsystem. Der Kreislauf läuft auf Hochtouren, die Poren schließen sich und schaffen somit ein reineres Hautbild. Vor allem im Winter wenn es lange Dunkel ist wirken Wechselduschen belebend und absorbieren negative Energien.
Beginne die Wechseldusche mit heißem Wasser. Dusche dich wie gewohnt ganz normal warm ab und wechsle dann auf kaltes Wasser. Versuche dich auch mit dem kaltem Wasser normal am ganzen Körper abzuduschen. Wechsel dann wieder auf warmes Wasser und umgekehrt und wiederhole den Vorgang einige Male. Eine Wechseldusche solltest du (auch wenn es zunächst schwer fällt) mit kaltem Wasser beenden. Die ersten Male werden sicher noch etwas schwer fallen. Taste dich wenn nötig langsam heran und beginne mit nur kurzen, kalten Einheiten an Armen und Füßen. Du wirst aber sehen man gewöhnt sich daran und die positiven Effekte, die du spüren wirst, werden es dir allemal Wert sein!

2. Wirkungsvoller Kurkumatee

Viele von euch wissen vielleicht schon, wie effektiv ein Tee aus Ingwer und Zitrone bei Erkältungen sein kann, noch wirkungsvoller  wird er allerdings, wenn du den Tee um hellgelb leuchtende Kurkuma und Cayennepfeffer ergänzt. Kurkuma wirkt entgiftend, entzündungs- und mikrobenhemmend (gut gegen virale und bakterielle Infekte) Cayennepfeffer fördert die Verdauung und verbessert die Durchblutung, wodurch die Stoffe der Kurkuma den Infektionsherd schneller erreichen können. Perfekt also, um im Winter das Immunsystem zu stärken und den Kreislauf in Schwung zu bringen.

Zutaten:

  • 1 El fein geriebener Ingwer, Bioware ungeschält
  • ½ Tl Kurkuma
  • eine Prise Cayenne Pfeffer
  • 600ml heißes Wasser
  • Saft aus ½ Zitrone
  • optional: etwas Biohonig

Zubereitung: 1. Ingwer, Kurkuma und Cayenne Pfeffer in eine Teekanne geben und mit kochendem Wasser aufgießen. 2. 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. 3. Nach Belieben Zitronensaft und Honig hinzufügen und abgekühlt genießen.

3. Spazieren gehen und Sonne tanken

regenspatziergang

An den kurzen Tagen in Herbst und Winter bekommen wir oft nur wenig Sonnenlicht ab. Dies kann sich jedoch negativ auf den Körper auswirken, denn im Körper kann nur unter dem Einfluss von Sonnenlicht Vitamin D produziert werden. Sinkt der Vitamin D-Spiegel im Körper ab, kann sich dies negativ auf unsere Abwehrkräfte auswirken, denn das Sonnenvitamin ist maßgeblich daran beteiligt, dass unsere Immunabwehr angekurbelt wird. Nutze deshalb am besten auch mal die die Mittagspause oder zumindest das Wochenende für einen Spaziergang an der frischen Luft. Wichtig ist auch seinen Vitamin D Spiegel ab und zu überprüfen zu lassen und ggfs. im Winter zu supplementieren, denn anders als andere Vitamine kann dein Vitamin D bedarf nicht allein mit einer gesunden Ernährung gedeckt werden.

4. Die gute alte Knochenbrühe

Unsere Großmütter haben schon immer gewusst, dass das heiße Gericht Entzündungen eindämmen und Atemwegsinfekte abmildern kann. Eine gute Brühe hat viel Gelatin (beugt z.B Gelenkdegeneration vor) und Kollagen (sehr gut für unser Hautbild) Knochenbrühe habe ich eigentlich immer vorrätig. Sie ist nicht nur super gesund, sondern verleiht eigentlich allen Speisen einen vollmundigen Geschmack. Um in den ganzen Genuss der vielen wertvollen Nährstoffe zu kommen, sollte die Brühe aus Knochen von gesunden Tieren selbst zubereitet werden und nicht aus Brühwürfeln.
Auch der beste Fond aus dem Glas kommt an selbstgemachte Brühe nicht ran. Und der Aufwand ist wirklich gering.  Du kannst sie mit Zwiebeln, Sellerie, Karotten und anderem Wurzelgemüse aromatisieren, Gemüseabschnitte und -reste tun es aber auch. Du kannst Gemüsereste auch im Gefrierfach „sammeln“ und sie benutzen, wenn du genug für eine Brühe hast. Optimale Resteverwertung, Oma wäre stolz auf Dich:)

Zutaten : für etwas 3-4 Liter

  • 2-3kg Hühnerkarkassen, Rinderknochen, Lammknochen oder Kochen vom letzten Brathähnen oder Markknochen. Ja sogar Fischköpfe/ Knochen kannst du verwenden.
  • optional ein Spritzer Apfelessig  oder Zitronensaft- so geben die Knochen ihre Mineralien besser frei
  • 2 Handvoll Abschnitte von Zwiebeln, Porree Karotten Sellerie, Wurzelgemüse
  • 1 El Pfefferkörner
  • einige getrocknete Lorbeerblätter

Zubereitung: 1. Alle Zutaten in einen großen Topf geben und mit Wasser bedecken (bis etwa 5cm über die Knochen) 2. Abgedeckt zum Kochen bringen und bei reduzierter Hitze mindesten 6- 12 Stunden (bei Rinderbrühe). Den aufsteigenden Schaum abschöpfen. Je länger die Knochen kochen, desto mehr Nährstoffe werden freigesetzt. 3. Die Brühe abseien und direkt verwenden oder vor der Aufbewahrung abkühlen lassen.

Tipp: Du kannst die Brühe auch in Weckgläsern einfrieren oder bis zu einer Woche verschlossen im Kühlschrank lagern. Die Fettschicht an der Oberfläche wirkt wie eine Versieglung.

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Gründerin und Autorin von Healthy Soulfood, lebt mit ihrem Kater Leo und ihrem Freund in einer kleinen Wohnung in Berlin. Seit 2013 kocht, backt, fotografiert und philosophiert Lisa über Essen das Körper und Seele gut tut und alles was Sie rundum Fitness und Lifestyle noch so bewegt.

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